Champions League

Allianz MTV unterliegt russischem Meister

Die Stuttgarterinnen sind bei ihrer Heimpremiere in der Champions League gegen das russische Weltklasse-Team Dinamo Kazan trotz einer guten Leistung ohne Chance.

Mit 0:3 (17:25, 20:25, 22:25) erhielt Allianz MTV Stuttgart vor 1422 Zuschauern eine 86-minütige Lehrstunde in Sachen hochklassigem Angriffsvolleyball.

 

Angst um den neuen Hallenboden musste man haben, wenn die Angriffe der bulgarischen Nationalspielerin Elitsa Vasileva (14 Punkte) über das Netz krachten. Und nicht nur die drei Punkte, sondern auch Charly, das Stuttgarter Maskottchen, wollte sie mit in die Republik Tatarstan nehmen. 'Der Bär ist klasse, so schön kuschelig, den will ich haben.' Geld wird sicherlich keine Rolle spielen im russischen Weltklasse-Team, das mit 13 Spielerinnen und einem neunköpfigen Trainer- und Betreuerteam anreiste. 'Das ist eben ein anderes Niveau', sagte Stuttgarts Manager Bernhard Lobmüller. 'Aber ich bin glücklich. Wir haben gezeigt, was wir können und auch ein bisschen mehr.'

 

Bitter ist indes die Verletzung von Renáta Sándor. Die ungarische Nationalspielerin erlitt im ersten Satz beim Stand von 12:13 eine Knieverletzung, als sie mit einer spektakulären Rettungsaktion versuchte, den Ball im Spiel zu halten. 'Das ist der Preis, den man auf so einem hohen Level für so viele Belastungen zahlen muss', sagte Stuttgarts Trainer Guillermo Naranjo Hernández niedergeschlagen - hin und her gerissen darüber, ob er sich über den kämpferischen Einsatz seiner Mannschaft freuen oder den vergebenen Chancen nachtrauern sollte.

 

'Mit einem besseren Aufschlag wäre vielleicht ein Satzgewinn drin gewesen', urteilte Kaja Grobelna, die belgische Diagonalangreiferin im Stuttgarter Trikot, die auf acht Angriffspunkte kam. 'Aber da haben wir einfach zuviel Fehler gemacht.' Ein wenig freuen konnte sich dagegen Kapitän Kim Renkema: 'Vor allem der dritte Satz hat richtig Spaß gemacht. Der war eng umkämpft und wir haben gut gespielt.

 

Nächstes Heimspiel: DVV-Viertelfinale gegen den Schweiner SC am 19.11.2015

 

Text und Fotos: Tom Bloch